tocomei

stoppa mig juni!
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derzeitnein

September 16, 2010 Von: tocomei Kategorie: Texte

als Replik auf: “Sie träumt davon…”

die zeit geht schnell. der raum bleibt. kannst du mir zeit einräumen? hat dein leben raum für mich? wollen wir uns raum teilen? uns einräumen? bleibt die frage mit der zeit.
der zeit ist es ja modern, dem anderen nur abschnitte einzuräumen. das leben auf engem raum, in lebensabschnittsräumen, miteinander. hast du morgen zeitnein ich auch nicht!
zeitnein ist die negation auf zeit. ein nein, das ein ja werden könnte. eine option, die möglichkeit der veränderung. ein verweis auf morgen. das offenlassen.

falsche trennungen, falsche bindungen.

leb doch, bitte! lieb doch, bitte!
derzeitnein, aber morgen! geht das?

Guten Morgen! Es wird heiß.

Juli 01, 2010 Von: tocomei Kategorie: Texte

als Replik auf “Er wirkt stark und schnell, dieser Monat…”

er war stark und schnell, der monat juni. just im ersten moment hintan, beginnt er dich vor allem nachwirkend zu durchfließen und zu wecken, wie ein espresso am morgen. neue realitäten werden geschaffen. mit ihm schaffst du es, mit der noch morgendlichen welt bock zu schauen. ein instrument, wenn auch ein bockiges. instrumente sind ausgedacht, aus gedachtem wurde vorstellung. aus vorstellung weltanschauung. jun`sche realität, instrument und konstruktion. der espresso vor dem sommer, der monat vor dem knall – guten morgen! es wird heiß.

Durchwindeter Lockenrammbock

Mai 11, 2010 Von: tocomei Kategorie: Texte

als Replik auf “Wenn man den Kopf…”

wenn man den kopf aus einem fahrenden auto hält, spürt man eine menge gegenwind.
gegen wind ankämpfen? mit dem kopf voraus wo hinwollen? nachdenken also, die augen kaum öffnen können vor lauter kuschelnder luft und dennoch ans nachdenken denken. übel wird einer davon. dann doch lieber schreien, lachen über das köpfchen als durchwindeten lockenrammbock!
wenn man die hand aus einem fahrenden auto hält, spürt man die thermik, die genutzt werden kann, um über allen wolken zu fliegen. zart kann eine hand ausgestreckt, der kopf dabei in ruhe belassen werden. die hand fühlt vor, sie spürt den aufwind. köpfchen spürt in ruhe und muss nicht übers nachdenken nachdenken.

Goethe und die Kröte

April 13, 2010 Von: tocomei Kategorie: Allgemein, Texte

goethe ließ die töne ruhn,
um es der kröte gleichzutun.

waren sie zwar musiker alle tag,
doch ihr werk nicht zu schaffen vermag,

so sprach goethe tags zu kröte:
steig` von der tröte, ich entsage der flöte!

verschlugs den einen in die literatur,
blieb der anderen das quaken nur.

wär`es anders gar verlaufen,
man könnte der beiden platten kaufen.

so wurde aber zu literatur,
was solch irrwege einst befuhr.